Themenstädte
Energiestadt
Zentrales Thema der Nachhaltigkeit ist der Umgang mit natürlichen Ressourcen. Im Zentrum steht die Energie mit den im Kyoto-Protokoll festgehaltenen Zielen. Illnau- Effretikon ist dank besonderer Leistungen in den Bereichen Energieplanung, Wärmekraftkopplung, Holznutzung im Wärmeverbund und Abwärmenutzung seit 1998 Energiestadt. Damit war dieses Handlungsfeld auch im Rahmen der lokalen Agenda 21 gesetzt. Darüber hinaus wurde eine Projektgruppe gebildet, in der neben der städtischen Energieberatung auch Gewerbetreibende, Land- und Forstwirte sowie Grundeigentümer nahezu exemplarisch zusammenarbeiten. Sie bündeln ihre Aktivitäten in den Projekten «Energie sparen im Haushalt», «Erneuerbare Energie» und «Energielehrpfad ». In den letzten Jahren ist es ihnen gelungen, ihre Botschaften in publikumswirksamen Aktionen zu vermitteln.
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Sonnenergie beim Schulhaus Watt, Effretikon und bei der ARA Mannenberg. | |
Detailierte Informationen: www.ilef.ch/energiestadt
Naturstadt
Illnau-Effretikon weist zwar einige wertvolle Naturschutzgebiete auf und vereinzelt naturnahe Bachstrecken oder Kulturlandflächen mit Obstbäumen und Hecken. Doch der Flächenanteil geschützter und naturnah gestalteter Gebiete ist tief, und die Naturoasen liegen grösstenteils isoliert in der Landschaft. Mit städtischen und privaten Initiativen ging man in den letzten Jahren daran, diese Situation zu verbessern. So wurde etwa eine städtische Fachgruppe «Natur und Landschaft» mit Vertretern des Werkamtes, des Naturschutzes, der Land- und der Forstwirtschaft gebildet. Diese erarbeitete in Form eines ökologischen Vernetzungsprojektes die Basis, um ab diesem Jahr eine gezielte ökologische Aufwertung der Kulturlandschaft an die Hand zu nehmen. Parallel dazu fand sich auf privater Basis eine Projektgruppe «Natur im Quartier», welche die Bevölkerung für konkrete Naturschutzmassnahmen im Siedlungsgebiet motiviert. Seit 1999 landet jeweils im Frühjahr ein vielfältiger Exkursionsführer für das Vegetationsjahr in jedem Briefkasten, der von der städtischen Fachgruppe gemeinsam mit dem lokalen Naturschutzverein und der Projektgruppe getragen wird.
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| Der Wildert: facettenreiche Natur (im Bild rechts: Sumpfkrebs, links: Libelle). |
Informationen zu den Projekten unter www.forum21.ch.
Kulturstadt
Die 15 000 Einwohnerinnen und Einwohner von Illnau- Effretikon stammen aus 80 Nationen. Jedes Jahr lassen sich neu 1000 Personen nieder, ebenso viele ziehen wieder weg. Für das Wohlbefinden der Bevölkerung und für ihre Beziehung zum Wohnort spielt das kulturelle Leben eine wichtige Rolle. Hier strebt das Forum 21 an, eine Wertebasis für eine pluralistische Gesellschaft zu etablieren und zu pflegen, eine Gesellschaft, die schöpferisch, demokratisch und integrierend wirkt, den interkulturellen Dialog pflegt und die vielfältigen Bedürfnisse der verschiedenen Bevölkerungsgruppen respektiert. Einen besonders anregenden Beitrag leisten die Kulturwochen. Sie werden zusammen mit ausländischen Bevölkerungsgruppen vorbereitet und bieten seit 1999 jeweils im September via Konzerte, Lesungen und Workshops vielfältige Berührungspunkte mit den
verschiedenen Kulturen.
Informationen zu den Kulturwochen unter www.kulturwochen.ch
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Die Kulturwochen 2006: Bunter Austausch rund um den afrikanischen Kontinent (im Bild rechts: Foodstand an der Illauer Chilbi, links: Bilderausstellung). | |
Solidarstadt
Im kantonalen Vergleich ist Illnau-Effretikon eine finanzschwache Gemeinde (Steuerkraft ca. 70 % des kantonalen Mittels) mit überdurchschnittlich vielen Personen, die von der Gemeinde Sozialhilfe beanspruchen. Die Stärke einer Gemeinschaft misst sich an ihrem Umgang mit den schwächsten Mitgliedern. Entsprechend wichtig ist ein entschiedener und partnerschaftlicher Einsatz gegen materielle und soziale Verarmung, ebenso in der Suchtprävention. Das Angebot für sozial Benachteiligte wurde in den 1990er-Jahren, als Folge der Rezession, erheblich ausgebaut, auch in
Illnau-Effretikon. Wirksamkeit und Effizienz dieses Angebots müssen ständig überprüft und bei Bedarf verbessert werden. Zu diesem Zweck wurde unter anderem ein Solidarforum gebildet.
Informationen dazu unter www.ilef.ch/vereine/solidarbasar
Marktstadt
Einkaufsgefühl und Produkteangebot in Illnau-Effretikon lassen zu wünschen übrig. Viele Einwohner und Einwohnerinnen «fliehen» daher in die umliegenden Einkaufszentren. Um diesen Trend umzukehren, braucht es ein städtebauliches Umfeld, das ein gutes Einkaufsgefühl ermöglicht, ferner einen innovativen Detailhandel mit einem Angebot an Produkten und Dienstleistungen, welches den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden entspricht. Besonderen Wert legt das Forum 21 auf die Förderung einer gesunden und nachhaltigen Esskultur, die auf regionalen Produkten basiert. Auf der Projektebene konzentrieren sich die Aktivitäten gegenwärtig auf die Aufwertung der Zentren in Effretikon und Unter-Illnau.
Weitere Informationen:
Direktvermarkter in Illnau-Effretikon
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Einkausmöglichkeiten in Effretikon: Bahnhofstrasse (rechts) und Märtplatz. | |
Wohnstadt
Die Schaffung attraktiver Wohn und Lebensräume ist ein Schwerpunkt der städtischen Politik. Gesundes und umweltgerechtes Wohnen soll bis 2007 in 90 Prozent der Wohngebiete in der
Gemeinde gewährleistet sein, wie es der nationale Aktionsplan für Gesundheit und Umwelt postuliert. Die öffentliche Hand nimmt ihre Vorbildfunktion und ihren Gestaltungsspielraum wahr, um Bauten und Siedlungen mit hohen ökologischen und sozialen Standards zu verwirklichen. Die Information der lokalen Baufachleute und der privaten Bauherrschaften spielt dabei eine wichtige Rolle. In den letzten Jahren konnten einige Siedlungen nach solchen Standards realisiert werden.
Architekten und Handwerker bilden sich ständig weiter und informieren mit gemeinsamen Führungen die Bevölkerung immer wieder über gute Beispiele.
Informationen: www.forum21.ch








